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1.3 Methodische Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden mehrere Standorte in Betracht gezogen, um verschiedene Strategien und institutionelle Rahmenbedingungen gegenüberstellen zu können. Es liegt nahe, Kommunen auszuwählen, die bereits vom Abzug der Truppen betroffen sind. Da viele Stützpunkte in den 1950er- und 1960er-Jahren zur Zeit der deutschen Teilung errichtet wurden, befinden sich die betroffenen Standorte vorranging in den alten Bundesländern (BMVg 2013a). Als Fallbeispiele wurden die Standorte Hohentengen/Mengen in Baden-Württemberg und Lütjenburg in SchleswigHolstein ausgewählt.

Mithilfe qualitativer Interviews mit verantwortlichen Akteuren betroffener Kommunen (d.h. den Bürgermeistern) soll nachvollzogen werden, welche Konzepte zur Nachnutzung ausgewählt werden und welche Rolle in diesem Zusammenhang Best Practices, also andere „erfolgreiche“ Konversionen spielen. Zusätzlich werden Gespräche mit Vertretern der übergeordneten Ebene, also den zuständigen Ministerien der Bundesländer geführt, um so über die Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten in Kenntnis zu gelangen.

Aus der empirischen Untersuchung ergibt sich eine Zweiteilung der Arbeit: So soll vor dem Hintergrund der erfolgten Entscheidung des Verteidigungsministeriums zunächst die Situation der Raumplanung der Bundesrepublik analysiert werden. In diesem Zusammenhang soll auch das raumplanerische Ziel der „Angleichung der Lebensverhältnisse“, insbesondere in ländlich geprägten Räumen, kritisch untersucht werden (Kapitel 2). Anschließend wird die (bisherige) Rolle der Armeeinfrastruktur für die Regionalentwicklung thematisiert. Dabei soll vor allem auf die Standortpolitik der Bundeswehr, die als Maßnahme zur Stärkung ländlicher Räume diente sowie die Neuausrichtungen der Streitkräfte der vergangenen Jahre eingegangen werden (Kapitel 3). Im Folgenden wird die Entwicklung und Funktionsweise neoliberaler Politiken dargestellt, wobei insbesondere die Auswirkungen in ländlichen Räumen diskutiert werden. Außerdem wird der Forschungsstand zu den so genannten Mobile Policies sowie zum Feld der Konversion vorgestellt (Kapitel 4). Darauf folgt eine Darstellung der ausgewählten Fallbeispiele sowie der methodischen Vorgehensweise zur Beantwortung der Fragestellung (Kapitel 5). Im empirischen Teil der Arbeit wird konkret auf die Nachnutzungsideen ausgewählter von der Reform betroffener Kommunen eingegangen (Kapitel 6). Dabei werden relevante Ergebnisse der Interviews unter den Gesichtspunkten der Forschungsagenda zu Mobile Policies eingeordnet. In Kapitel 7 erfolgt eine Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse.

 
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