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3.3.4 Schlussfolgerungen und relevante Arbeitscharakteristiken

Sowohl die aus der Zwei-Faktoren-Theorie abgeleiteten arbeitspsychologischen Merkmalsausprägungen, als auch die im Konzept der Aufgabenorientierung als motivationsförderlich angesehenen Merkmale stimmen mit denen im Konzept von Hackman und Oldham aufgeführten Charakteristiken der Arbeitsaufgabe weitestgehend überein (vgl. Ulich 2011, S. 205). In der Praxis, d. h. auch im nicht-industriellen Bereich, haben sich die Aufgabencharakteristika des Job Characteristics Model (JCM) bewährt. So haben bspw. v. Dick et al. (2001) die Skalen dieses Konzeptes für den Bildungsbereich angepasst und

dessen Gültigkeit anhand verschiedener Berufsgruppen überprüft. In allen Studien konnten Werte bzgl. der Reliabilität der Skalen von .70 < Cronbach`s α < .75 gefunden werden. Zudem wurden die tätigkeitsbezogenen Motivierungspotenziale des Modells durch signifikante Varianzwerte bestätigt (vgl.

v. Dick et al. 2001, S. 84-94). Zu ähnlichen Ergebnissen kommen Kil et al. (2000, S. 119), die eine angepasste Version des JCM erstmals im Verwaltungs- und Dienstleistungssektor eingesetzt hatten und rd. 67 % der Varianz der zu erklärenden Motivation abbilden konnten.

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden die Aufgabencharakteristika des JCM zu Grunde gelegt, um der Frage nach einer motivationsförderlichen Gestaltung der Abläufe und Maßnahmen des JobService nachzugehen. Wie bereits erwähnt liegen für verschiedene nicht-gewerbliche Bereiche angepasste Varianten des JCM vor. In diesen konnten jeweils die fünf ursprünglichen Determinanten bestätigt werden, während vorgenommene bereichsspezifische Erweiterungen einer empirischen Überprüfung nicht stand hielten. Daher wird keine Erweiterung der dem JCM zugrunde liegenden Aufgabencharakteristika vorgenommen und ausschließlich diese fünf Kernelemente für die weitere Untersuchung herangezogen.

Aufbauend auf den hier dargestellten theoretischen Bezügen werden folgende Teilfragen abgeleitet, um die übergeordnete Forschungsfrage (vgl. Abschnitt 1.2) zu konkretisieren:

TF 6: Wie motivierend und unterstützend empfinden Bestandsmitarbeiter die Maßnahmen und Abläufe für den Erhalt bzw. Aufbau ihrer Beschäftigungsfähigkeit?

TF 7: Welche Unterschiede gibt es unter Beachtung von Zugangsgrund und Bestandsdauer?

TF 8: Welche Gestaltungsmöglichkeiten können identifiziert werden, um die Motivierungspotenziale des JobService für den eigeninitiativen Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen?

 
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