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5.2.4 Autonomie

In der Kategorie Planung und Abfolge können zwei Antwortcluster gebildet werden. So betonen elf IP, dass ihnen die Berücksichtigung ihrer persönlichen und gesundheitlichen Hintergründe wichtig ist und diese durch den JobServiceakzeptiert werden (vgl. Tabelle 26, Fußnote 67). Dazu zählen zum einen Einschränkungen durch Krankheiten, aber auch familiäre Situationen und private Termine. Insgesamt 17 IP geben an, dass ihre zeitlichen und räumlichen Beschränkungen, z. B. in Form von heimatnaher Beschäftigung oder keine Nachtschichten berücksichtigt werden (vgl. Tabelle 26, Fußnote 68).

Dimension Autonomie

Aussage nach Kategorien und IP

Autonomieerleben findet statt (pro)

Berücksichtigung individueller Gegebenheiten

• soziale und persönliche Hintergründe

2, 467, 8, 14, 15, 16, 18, 20, 23, 24,

25

• zeitliche und räumliche Aspekte

1, 3, 568, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 13, 17,

19, 21, 22, 26, 27, 28

Wahlmöglichkeiten zwischen Qualifizierungen und Beschäftigungen

Autonomieerleben findet statt (pro)

• Möglichkeit Maßnahmen abzulehnen

1, 3, 4, 5, 9, 1269, 13, 20, 21, 22, 23,

24

• Möglichkeiten geeignete Maßnahmen auf Wunsch wahrzunehmen

5, 7, 10, 18, 26

Wahlmöglichkeiten zwischen Qualifizierungen und Beschäftigungen

Autonomieerleben findet nicht statt (kontra)

• keine oder geringe Möglichkeiten geeignete Maßnahmen auf Wunsch wahrzunehmen

2, 6, 8, 9, 11, 14, 15, 16, 17, 19, 2570,

27, 28

Möglichkeiten sich eigeninitiativ einzubringen

Autonomieerleben findet statt (pro)

• sehr stark eigeninitiativ (pro)

1, 5, 771, 8, 10, 18, 26

• teilweise eigeninitiativ (pro)

22, 25

Möglichkeiten sich eigeninitiativ einzubringen

Autonomieerleben findet nicht statt (kontra)

• nicht eigeninitiativ (kontra)

2, 3, 4, 6, 9, 11, 12, 13, 14, 15, 16,

17, 19, 20, 21, 23, 24, 27, 2872

Tab. 26: Antworthäufigkeiten der Dimension Autonomie nach Kategorien (eigene Darstellung)

Die Möglichkeit zwischen verschiedenen Qualifizierungen und Beschäftigungen auswählen zu können und damit Entscheidungsspielräume zu empfinden, haben 16 Mitarbeiter. Davon geben wiederum zwölf IP an, dass sie bereits mindestens einmal eine Maßnahme abgelehnt haben, da sie z. B. mit einer angebotenen Beschäftigung nicht einverstanden waren (vgl. Tabelle 26, Fußnote 69). Insgesamt fünf IP sehen die Optionen geeignete Maßnahmen auf Wunsch wahrnehmen zu können als gegeben an. Dem stehen 13 Teilnehmer gegenüber, die für sich nur sehr geringe Wahlmöglichkeiten sehen. Diese resultieren teilweise aus einem geringen quantitativen und qualitativen Beschäftigungsangebot und zum anderen haben fünf IP die Erfahrung gemacht, angestrebte Qualifizierungen nicht wahrnehmen zu dürfen (vgl. Tabelle 26, Fußnote 70).

Zum Zeitpunkt der Erhebung sind insgesamt neun IP stark oder teilweise eigeninitiativ tätig. Dies zeigt sich u. a. in einer aktiven Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Referenten bei der Suche nach Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, einer hohen Anzahl verfasster Bewerbungen sowie der vielfältigen Nutzung interner und externer Jobportale und privater Kontakte (vgl. Tabelle 26, Fußnote 71). Im Gegensatz dazu zeigen 19 Mitarbeiter kein eigenes Engagement in der Suche und Auswahl von Maßnahmen, sondern verlassen sich vollends auf ihren Referenten (vgl. Tabelle 26, Fußnote 72).

 
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