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2.2 Gegenwärtiges Begriffsverständnis

Aufgrund seiner unterschiedlichen Entwicklungspfade und der aufgezeigten inhaltlichen Überschneidung mit anderen Konzepten wie z. B. der CC wird die CSR-Debatte gegenwärtig durch eine Vielzahl von unterschiedlichsten Begriffsdefinitionen geprägt[1]. Tabelle 2.1 zeigt exemplarisch eine Auswahl aktueller Definitionen des Begriffs.

Abb. 2.1 Historische Entwicklung des CSR-Begriffs

Tab. 2.1 Gegenwärtige CSR-Definitionen Verfasser Definition

a Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) 2002, S. 2

bMcWilliams et al. (2006), S. 1

c Wieland 2003, S. 17

d World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) 2000, S. 10

e Meffert und Münstermann 2005, S. 22

Die angeführten Definitionen weisen als Gemeinsamkeit einen Stakeholderbezug auf. Sie versuchen zum Teil sehr detailliert den CSR-Begriff zu bestimmen. Auf diese Weise beschränkt sich deren Anwendung auf spezifische Sachverhalte. Eine allgemeine und sehr gängige Abgrenzung des Begriffs nimmt 2001 die EU-Kommission vor, die CSR in ihrem Grünbuch von 2001 wie folgt definiert:

„[Coporate Social Responsibility ist] [. . .] ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstatigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“ (vgl. EU-Kommission 2001, S. 7)

Nach Loew et al. kommen bei dieser Definition folgende Elemente von CSR implizit zum Ausdruck (vgl. Loew et al. (2004), S. 48):

• CSR umfasst die soziale und ökologische Dimension von Nachhaltigkeit.

• CSR soll einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten.

• CSR schließt die Einhaltung von Rechtsvorschriften mit ein (Compliance).

• CSR fokussiert auf unternehmerisches Engagement über Compliance hinaus.

• CSR ist weder Ersatz für bestehende Rechtsvorschriften noch Ersatz für die Entwicklung neuer Rechtsvorschriften.

Die CSR-Definition der EU-Kommission erfährt sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Wissenschaft eine breite Akzeptanz (vgl. Hansen und Schrader 2005,

S. 376; Meffert et al. 2008, S. 872; Schierenbeck und Wöhle 2008, S. 77; Kirstein 2009, S. 53, Klein und Theis 2010, S. 11). Sie dient daher für die weiteren Ausführungen als Arbeitsdefinition, wenn im Allgemeinen von CSR gesprochen wird. Für eine eingehendere Auseinandersetzung mit dem Begriff empfiehlt es sich dennoch weitere Unterscheidungen des Begriffes vorzunehmen, um unterschiedliche Ausprägungen der CSR aus Unternehmenssicht in der Praxis besser systematisieren zu können.

  • [1] Crane/Matten/Spence sprechen hierbei auch von einem Dschungel an Definitionen. vgl. Crane et al. 2008, S. 3
 
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