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4 Ein neuer Ansatz

4.1 Ziel des Ansatzes

Wie diskutiert, gibt es in der Innovationsforschung eine große Vielfalt an Ansätzen, um erfolgreiche von weniger erfolgreichen Innovatoren zu unterscheiden. Dabei werden verschiedene Teilaspekte, wie die Ideengenerierung, der Innovationsprozess oder die Innovationsstrategie betrachtet. Das definierte Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einem holistischen Ansatz zu folgen, der keine potentiellen Erfolgsfaktoren im Vorfeld ausschließt. Um dies zu erreichen werden zu Beginn möglichst diverse Items gesammelt, die laut aktueller Forschung potentiell einen Einfluss haben könnten. Diese werden explorativ verdichtet, um empirisch aufzuzeigen, welche dieser Dimensionen Erfolgsfaktoren für Innovation sind und wie diese sich auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen auswirken. Ziel ist es dabei, möglichst globale Aussagen bezüglich der Erfolgsfaktoren für Innovation treffen zu können.

4.2 Aufbau und Komponenten des Modells

Das angestrebte Modell ist ein Regressionsmodell und besteht aus einer Anzahl von Dimensionen oder Faktoren als unabhängige Variablen auf der einen Seite und der Innovationsfähigkeit der entsprechenden Unternehmen als abhängige Variable auf der anderen Seite (vgl. Abbildung 1). Um dieses Modell zu komplettieren sind drei Schritte notwendig.

Abbildung 1: Aufbau und Komponenten des Modells

Im ersten Schritt wird eine möglichst breite Itembasis aufgebaut, um die Dimensionen oder Erfolgsfaktoren für Innovation herauszufiltern. Zur Verdichtung der Items zu Dimensionen wird eine explorative Faktoranalyse genutzt. Auf diese Weise werden inhaltlich zusammenhängende Items zu potentiellen Erfolgsfaktoren zusammengefasst.

Im zweiten Schritt wird eine quantitative Einschätzung der Innovationsfähigkeit der teilnehmenden Unternehmen erstellt. Die Schwierigkeit dabei liegt darin, dass es keinen allgemein anerkannten Indikator zu Messung von Innovationsfähigkeit gibt. Oft werden als Annäherung für Innovationserfolg die Anzahl der Patente oder das investierte Forschungsbudget genutzt. Patente spiegeln aber vor dem Hintergrund, dass Ideen an sich noch keine Innovation darstellen, sondern auch angewendet werden müssen (King, 1990; West & Farr, 1990), keinen tragbaren Indikator für Innovation wider. Das Forschungsbudget ist eher eine Investitionsgröße, ob sich diese aber auszahlt und in ein Plus an Innovationen umgemünzt werden kann, ist vollkommen offen. Alternativ wird auch auf ökonomische Erfolgsgrößen zurückgegriffen. Beispielsweise wird angenommen, dass der Innovationserfolg in einem Wettbewerbsvorteil mündet, welcher über den langjährigen Marktanteil gemessen wird (vgl. Sammerl, 2008). Selbst wenn diese Annahme halten sollte, sind diese Indikatoren aber immer rückwärtsgerichtet, während Innovation gegenwarts- und zukunftsgerichtet ist. Daher wurde entschieden, die Innovationsfähigkeit über zwei Wege zu erheben: Eine Selbsteinschätzung der Befragten zu der Innovationsfähigkeit ihres Unternehmens und eine Expertenschätzung durch unabhängige Innovationsexperten. Zwar gibt es hier potentiell verzerrende Effekte, wie den Halo-Effekt (vgl. Phil Rosenzweig, 2007), aber durch den Vergleich dieser beiden Herangehensweisen und durch die Gegenüberstellung mit der Einschätzung des ökonomischen Erfolgs von den gleichen Experten soll gezeigt werden, dass diese nicht entscheidend sind.

In einem dritten Schritt wird schließlich über eine Regressionsanalyse zwischen den verdichteten Dimensionen auf der einen Seite (unabhängige Variablen) und der ermittelten Innovationsfähigkeit (abhängige Variable) auf der anderen Seite ergründet, welche der Dimensionen (oder Faktoren) einen direkten Einfluss auf die Innovationsfähigkeit haben, also Erfolgsfaktoren für Innovation darstellen.

 
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