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3.3. Notwendigkeit und Mehrwert eines Kommunikationskonzepts für den EA

3.3.1. Notwendigkeit für ein Kommunikationskonzept

In Kapitel 2 wurde bereits ausführlich dargelegt, inwiefern eine rechtliche Kommunikationsnotwendigkeit zur Bekanntmachung des EA besteht. Die Schwierigkeiten internationaler Kommunikation, die im Falle der EA-Bekanntmachung nötig ist, sind deren größere Komplexität, deren erhöhtes Risiko sowie deren gesteigerter Informationsbedarf. Vor allem braucht internationale Kommunikation ein Mehr an Koordination, als dies bei nationaler Kommunikationstätigkeit notwendig wäre. Denn diese sollte inhaltlich, zeitlich und formal widerspruchsfrei ausgerichtet sein, damit die grenzüberschreitenden Gemeinsamkeiten gewinnbringend dargestellt und nationale bzw. regionale Besonderheiten trotzdem adäquat eingebracht werden können.

Ist die Zuständigkeit für die Kommunikation auf mehrere Ebenen verteilt, so muss die Aufgabenverteilung klar definiert werden. Aus Gründen der Effektivität und Effizienz bietet es sich daher an, dass die übergeordnete Stelle, in diesem Fall der Bund, für

die grenzüberschreitende Kommunikation samt entsprechender Infrastruktur EU-weit zuständig ist und die Länder sich auf die Kommunikation vor Ort konzentrieren. Die EU sollte dabei unterstützend herangezogen und eingebunden werden.

Zunächst ist bei internationaler Kommunikation jedoch auch zu prüfen, wie stark man bei der Bekanntmachung in den EU-Staaten standardisiert vorgehen kann oder vorhandene kommunikative Eigenheiten und Anforderungen berücksichtigt werden müssen. Da der EA europaweit eingerichtet wurde und seine Hauptaufgaben in der EU-DLR festgeschrieben sind, empfiehlt es sich, diese Gemeinsamkeiten als Ausgangspunkt für die internationale Bekanntmachung zu nutzen. Darüber hinaus können die einzelnen Trägermodelle ihre Besonderheiten und Services spezifisch bewerben. Dies sollte jedoch erst in einem zweiten Schritt erfolgen. Von zentralem Interesse ist zunächst die europaweite Bekanntmachung des EA und seines Angebots.

Zur besseren Koordination der integrierten Kommunikation eignet sich ein Kommunikationskonzept, welches die verschiedenen Zuständigkeitsebenen berücksichtigt. Gerade im Falle von komplexer Kommunikation ist ein Kommunikationskonzept unabdingbar. Es gibt den zuständigen Stellen ein Planungspapier an die Hand, welches zudem die Zusammenarbeit und Koordination über die verschiedenen Ebenen bereits beinhaltet. Notwendig wird dies vor allem in Anbetracht der europäischen Mehrebenenpolitik und der vorhandenen Komplexität der Zuständigkeiten. Das Kommunikationskonzept bietet insofern eine Möglichkeit, eine die Ebenen übergreifende Strategie zu entwickeln und den einzelnen Ebenen durch Teilkonzepte ihre Selbständigkeit und ihre Eigenheiten zu bewahren. Bei der vorhandenen Bandbreite an Zuständigen kann dies nur durch ein Kommunikationskonzept gewährleistet werden, weil es den gesamten Kommunikationsprozess im Blick behält und die Zusammenstellung eines optimalen Instrumentariums für den Einzelfall erlaubt. Zudem gewährt es den einzelnen Ebenen ein auf sie zugeschnittenes Konzept innerhalb einer gesamten Strategie.

Notwendig ist ein Kommunikationskonzept darüber hinaus auch aufgrund der Erklärungsbedürftigkeit des EA-Angebots. Nur eine integrierte Kommunikation gewährleis-tet den Dienstleistungserbringern eine umfassende Information, ein beliebiger Einsatz von Maßnahmen und Kommunikationsmitteln vermag dies nicht.

 
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