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3.3.2. Nutzen und Mehrwert eines Kommunikationskonzepts

Die Erstellung eines Kommunikationskonzepts zur Bekanntmachung des EA ist nicht nur aus den oben genannten Gründen notwendig, sondern bietet darüber hinaus auch einen Mehrwert für die Stellen, die die Konzeptionierung zur Bekanntmachung nutzen.

So schafft die Anwendung der Konzeptionstechnik die nötige Planbarkeit des finanziellen und personellen Aufwands der Kommunikation sowie eines effizienten Mitteleinsatzes. Dadurch ermöglicht sie eine Durchführung von Kommunikationsmaßnahmen auch bei gering vorhandenen Ressourcen, indem diese individuell abgestimmt und effizient eingesetzt werden.

Die Erstellung des Kommunikationskonzepts bietet darüber hinaus die Möglichkeit, das Kommunikationsobjekt, den EA, auf Stärken und Schwächen hin zu überprüfen. Die Analyse der Ausgangssituation wurde in einigen Bundesländern bereits durch eine Evaluation zur Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie vollzogen. Dies bedeutet, dass vor allem für die Stärken-Schwächen-Analyse ein Faktenspiegel bereits zur Verfügung stünde und für eine Verbesserung des Services genutzt werden könnte.

Außerdem würde eine gesteigerte Inanspruchnahme des EA durch die Dienstleistungserbringer eine breitere Basis für die Rechtfertigung gewünschter rechtlicher und technischer Anpassungen sowie Erweiterungen des EA-Angebots liefern und entsprechende Forderungen der Träger unterstützen. Die geringen Erfahrungen der EAs in der Verfahrensabwicklung stehen dem bislang noch entgegen. Notwendig hierfür wäre hingegen auch die Durchführung einer kontinuierlichen Evaluation des Leistungsangebots, um die Bedürfnisse der Dienstleister sowie das Angebot aufeinander abstimmen und optimieren zu können.

Außerdem könnte ein weiterer Nutzen aus dem Kommunikationskonzept gezogen werden, wenn man die Erfolgskontrolle nicht nur im Bereich der Kommunikation einsetzt, sondern generell auch eine Evaluation des EA-Angebots durchführen würde. Die schriftliche Befragung hat ebenso wie die Experteninterviews gezeigt, dass bis-her nur ein niedriges Bewusstsein für die Bedeutung von Evaluationen besteht und diese bislang nur in begrenztem Maße vorgenommen werden. So erhebt ein Großteil der EA lediglich die Anzahl an Anfragen. Aussagen über die Art von Anfragen fehlen ebenso wie die über die Herkunft und Branche der Dienstleistungserbringer oder die Nutzung des Internetangebots. Diese Informationen wären jedoch interessant im Hinblick auf die Weiterentwicklung des EA-Angebots und zur Optimierung der bestehenden Informationen. Folglich bietet die Auseinandersetzung mit einem Kommunikationskonzept eine Möglichkeit zur Initiierung eines verstärkten Gebrauchs von Einsatz- und Ergebniskontrollen. Die Ergebnisse ließen sich auch im Zuge der Einrichtung des EA der zweiten Generation, wie sie die KOM bis Ende 2014 fordert, nutzen. Durch eine zunehmende Kommunikationstätigkeit ließe sich, über die Erfüllung der Kommunikationsnotwendigkeit hinaus, die Kommunikation als Steuerungsinstrument einsetzen, um bestimmte Dienstleistungsbranchen gezielt anzusprechen und somit die Wirtschaft vor Ort zu fördern. Bei der gezielten Ansprache von Dienstleistern und Fachkräften je nach Bedarf des örtlichen Standorts würden zudem lokale Aspekte und die regionalen Besonderheiten des EA-Angebots zum Tragen kommen. Potenzial hätte dies vor allem bei der Ansiedlung bestimmter gewünschter Dienstleistungsbranchen und zum Ausgleich des Fachkräftemangels. Allerdings müsste sich diese Art von Standortpolitik auch im Angebot des EA widerspiegeln, etwa durch eine konsequente Ausweitung des Sprachenangebots auf die Zielgruppe oder eine Bezugnahme auf wirtschaftliche Entwicklungspotenziale in der jeweiligen Region. Diese charakteristischen Angebote könnten dann auch für eine spezifische Bekanntmachung genutzt werden und würden insbesondere die Erreichung der Ziele der EUDLR unterstützen, die Dienstleistungsmobilität zu erleichtern und zu fördern.

3.4. Zwischenergebnis

Dieses Kapitel hat aufgezeigt, dass zur Bekanntmachung des EA die Erstellung eines Kommunikationskonzepts nötig ist, da andernfalls die Komplexität der Ebenen übergreifend notwendigen Kommunikation nicht handhabbar ist. Dabei bietet das Kommunikationskonzept mit seiner Analyse-, Strategie- und operativen Phase nicht nur ein Gerüst zur Erfüllung der Mindestanforderungen aus der EU-DLR, sondern gleichfalls eine Planungssicherheit hinsichtlich der verfügbaren finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen. Einzelne Konzeptionsschritte offerieren zudem die Möglichkeit, das Leistungsangebot des EA langfristig zu verbessern und somit den Service für die Dienstleistungserbringer zu optimieren. Darüber hinaus profitieren auch die zuständigen Stellen von einem Konzept, da dieses Verantwortlichkeiten präzise zuweist und eine Handlungsempfehlung zur Umsetzung der Kommunikationsmaßnahmen bereitstellt.

Im anschließenden vierten Kapitel erfolgt die exemplarische Erstellung eines Kommunikationskonzepts zur Bekanntmachung des EA, das den Mindestanforderungen der EU-DLR genügen soll.

 
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