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5.1. Länderinterne Bekanntmachung in Sachsen-Anhalt

Fortsetzung der aktiven länderinternen Bekanntmachung und Netzwerkarbeit: Die bisherige Bekanntmachung in Sachsen-Anhalt sollte fortgesetzt werden. Dabei kann auf die guten Kooperationen mit den lokalen Partnern, wie Kammern, Wirtschaftsförderern und Kommunen, aufgebaut und das Netzwerk von Multiplikatoren beständig gepflegt und ggf. erweitert werden, bspw. durch die Ansprache der Existenzförderung der Bundesagentur für Arbeit oder Gründungsbüros an Universitäten. Das etablierte Netz zu den Kooperationspartnern könnte zudem dazu genutzt werden, die bestehenden Konkurrenzsituationen untereinander zu klären und den Mehrwert einer Nutzung des EA zu erläutern.

Mediale Präsenz erhöhen: Die Ausrichtung der Kommunikationsmaßnahmen an den Dienstleistern ist bisher gut, allerdings bedarf es einer Steigerung der medialen Präsenz. Daher sollten die Medien verstärkt als Zielgruppe angesprochen werden, um den EA einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch den gezielten Einsatz von Aktionen, wie Tage der offenen Tür oder Existenzgründungsseminaren, könnte das Medienecho gesteigert werden. Dazu sollten Kontakte zu den regionalen Printmedien ebenso wie zu regionalen Rundfunk- und Fernsehsendern hergestellt und ein Netzwerk aufgebaut werden.

Verstärkter Einsatz von Erfolgskontrollen und Erarbeitung eines Kommunikati onskonzepts: Im Bereich der Bekanntmachung sollte verstärkt der Einsatz sowie der Erfolg der Kommunikationsmaßnahmen durch eine Evaluation überprüft werden. Dazu eignen sich bspw. Befragungen der den EA in Anspruch nehmenden Dienstleister in Hinblick darauf, wie diese auf das EA-Angebot aufmerksam geworden sind. Entsprechend könnten die Kommunikationsmaßnahmen anschließend auch an die von den Dienstleistern genutzten Kommunikationswege angepasst und somit optimiert werden. Zudem bietet sich die Erarbeitung eines Kommunikationskonzepts an, um so auf Dauer eine integrierte Kommunikation zu etablieren und diese strategisch auf die unterschiedlichen Zielgruppen auszurichten.

5.2. Externe Bekanntmachung durch das Land Sachsen-Anhalt

Zusammenarbeit auf Bund-Länder-Ebene im Bereich der externen Bekanntma chung stärken: Die Länder werden durch die Kommunikationsnotwendigkeit in die Pflicht genommen, den EA ggü. ausländischen Dienstleistern bekanntzumachen. Diese Aufgabe sollte aufgrund der Anforderungen an die „Einheitlichkeit“ des EA aus Sicht der Dienstleister sowie aufgrund des Koordinationsbedarfs besser durch den Bund ausgeführt werden. Dies entbindet das Land Sachsen-Anhalt hingegen nicht von seiner Verpflichtung.

Der Bund sollte hingegen koordinierend eine einheitliche externe Bekanntmachung auf Grundlage des Inputs der Länder sowie den Informationen, die von diesen bereitgestellt werden müssen, betreiben. Das Kommunikationskonzept für die externe Bekanntmachung sollte gemeinsam auf Bund-Länder-Ebene erarbeitet werden und die Länder dabei den Bund weitgehend unterstützen. Außerdem müssen die Länder dafür Sorge tragen, dass der Bund der Verpflichtung der Auslandsbekanntmachung aus der Kommunikationsnotwendigkeit nachkommt und diesen ggf. dazu aufzufordern.

Strategische Ausweitung des Adressatenkreises auf ausländische Dienstleis ter: Es hat sich gezeigt, dass in den Bundesländern bislang nur ein geringes Bewusstsein für eine Kommunikationsnotwendigkeit zur externen Bekanntmachung besteht. Dies äußert sich auch in den geringen Maßnahmen, die bisher im Bereich der Auslandsbekanntmachung durchgeführt wurden. Zunächst sollte daher das Ziel sein, das Problembewusstsein der bisherigen, einseitigen Ausrichtung der Kommunikation auf inländische Dienstleister zu schärfen, um daraus die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Anschließend sollten die für die inländische Kommunikation genutzten Mittel auf ihre Eignung für die externe Bekanntmachung hin überprüft werden. Flyer sowie Plakate existieren im Land Sachsen-Anhalt bereits auf Englisch und auch der Film, der nonverbal und nur mit geringer Sprachverwendung auskommt, wäre mit nur geringem Aufwand leicht zu übersetzen. Die bisherigen Maßnahmen würden nicht obsolet, müssten aber entsprechend der Neuausrichtung auf den erweiterten Adressatenkreis angepasst werden.

Einheitliche EU-weite Bekanntmachung: Für eine EU-weite Aufmerksamkeitssteigerung ist es notwendig, dass Ebenen übergreifend konsequent daraufhin hingewiesen wird, dass der EA EU-weit in jedem Mitgliedstaat den Dienstleistern gemäß dem personellen Anwendungsbereich der EU-DLR zur Verfügung steht. Darüber hinaus sollte auf den Internetseiten des EA des Landes Sachsen-Anhalts eine Verlinkung zur EU-Plattform eu-go hinterlegt sein.

Sprachenangebot erweitern: Eine wichtige Voraussetzung für die externe Bekanntmachung ist, die Mehrsprachigkeit der Kommunikationsmittel und auch der bereitgestellten Informationen zu erhöhen. In erster Linie sollte daher das Internetportal vollständig funktionsfähig auch in Englisch zur Verfügung stehen und zudem bedienerfreundlich auch auf die Bedürfnisse der ausländischen Dienstleister ausgelegt werden. Darüber hinaus sollte über die Verwendung weiterer Sprachen nachgedacht werden.

 
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