Musterklausuren mit Lösungsvorschlägen

Die nachfolgenden Musterklausuren wurden vom Verfasser bereits im Rahmen von Klausuren in Kursen verschiedener Studiengänge an der DHBW BadenWürttemberg (Heidenheim) oder im Rahmen von Lehrveranstaltungen zur Klausurvorbereitung gestellt, sind insoweit also „praxiserprobt“.

Als Aufgabensteller und Korrektor solcher Klausuren macht man häufig die Erfahrung, dass die Lösungsvorschläge der Studierenden zahlreich und vielfäl-tig sein können. Dies entspricht häufig sogar der Wirklichkeit in der Praxis. Zu einem Rechtsproblem sind nicht immer genaue Vorschriften zu finden, es können unterschiedliche Schwerpunkte bei der Auslegung gelegt werden und es können sich verschiedene Ansichten in der Rechtsprechung sowie der Literatur herausgebildet haben. Ein Aufgabensteller kann daher kaum für sich in Anspruch nehmen, dass sein Lösungsvorschlag immer der einzig Richtige ist, außer wenn der Sachverhalt oder bestimmte Rechtsgrundlagen schlechterdings nicht anders als in einer bestimmten Art und Weise verstanden und/oder angewandt werden können. Andererseits würde es den Rahmen eines jeden Lösungsvorschlag sprengen und der Übersichtlichkeit schaden, auf alle möglichen Abweichungen einzugehen, die von Studierenden bei der Lösung der Klausuren gemacht wurden und die der Verfasser in der Bewertung der Klausur für zumindest vertretbar hielt. Dieses Dilemma möge bei der Lektüre der folgenden Aufgaben und Lösungsvorschläge immer mit bedacht werden.

Vom Spektrum her decken die folgenden Aufgaben verschiedene Bereiche der ersten drei Bücher des BGB ab. Die teilweise angegebene geschätzte Bearbeitungszeit war (von der Punktegewichtung her) in etwa die Zeitdauer, an der sich die Studierenden für die Bewältigung der Aufgabe in der Klausur orientieren konnten. Erwartet wurde von den Studierenden jeweils ein Gutachten, das in vollständigen Sätzen auf die gestellte Frage eingeht und in einer zumindest vertretbaren Lösung mündet. Den Studierenden wurde geraten, etwa ein Viertel bis ein Drittel der verfügbaren Zeit für die Anfertigung einer Konzeptskizze und den Rest der Zeit für die Ausarbeitung in vollständigen Sätzen zu investieren. Die Konzeptskizze dient der groben Gliederung und damit der Ermittlung der richtigen Prüfungsreihenfolge sowie der wesentlichen rechtlichen Probleme.

 
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